MoorMusik: Kunst schafft Wissen
DOI:
https://doi.org/10.14512/f09exc48Schlagwörter:
co-kreatives Lernen, Kunst-Wissenschaft-Interaktion; innovative Formate des Wissenstransfers, Neue Musik, UmweltwissenschaftenAbstract
Um die Stagnation in der gesellschaftlichen Debatte zur Klimakrise zu überwinden, bedarf es neuer, partizipativerKommunikationsmodelle. Ein vielversprechender Ansatz liegt in der Schnittmenge von Kunst und Wissenschaft: Durch die Verbindung von empirischer Evidenz und ästhetischer Erfahrung werden komplexe Problemlagen in die breite Öffentlichkeit getragen, um so Teil eines transformativen Lösungsprozesses zu werden.
Die Praxisrelevanz dieses Konzepts haben wir im brandenburgischen Oderbruch erprobt. Im Fokus stehtdort die ökologische Notwendigkeit, den Lieper Polder wiederzuvernässen. Ziel dieser Maßnahme ist dielangfristige Kohlenstoffbindung durch die Revitalisierung von Niedermooren – ein wesentlicher Beitragzum Klimaschutz, der jedoch in direktem Konflikt mit den aktuellen landwirtschaftlichen Nutzungsinteressensteht. Da klassische politisch-administrative Vermittlungsversuche bislang an verhärteten Frontenscheiterten, haben wir als interdisziplinärer Zusammenschluss von Kunstschaffenden, Dozierenden undStudierenden neue Dialogformen gesucht und gefunden. Der Prozess wurde wiederbelebt.
Im Rahmen eines Pleinairs entwickelten die Projektbeteiligten eine Matinée (vorgestellt am 07. März 2026bei Guten Morgen Eberswalde). Durch die performative Aufarbeitung der Thematik gelang es, den Diskursauf eine co-kreative Ebene zu heben. Es wird ein Raum geschaffen, in dem Menschen einander vorbehaltlosbegegnen. Dieser Ansatz ermöglicht es, jenseits festgefahrener Argumentationsmuster neue Wegeder Verständigung zu eröffnen und die Akzeptanz für notwendige Klimaschutzmaßnahmen im regionalenKontext zu explorieren.
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