Wirtschaftssystemwandel kommunizieren
Brücken bauen zwischen Weltbildern: Erfahrungen aus einem interdisziplinären Buchprojekt
DOI:
https://doi.org/10.14512/5xtzwt12Schlagwörter:
Evidenzbasierte Kommunikation, Interdisziplinarität, Bruttoinlandsprodukt, Gemeinwohlökonomie, Populärwissenschaft, Transformation, Brückenbau, Wissenschaftskommunikation, SystemwandelAbstract
Wie kommuniziert man (Wirtschafts-)Systemwandel über ideologische Grenzen hinweg? Dieses Lernpapier reflektiert meine Erfahrungen aus einem populärwissenschaftlichen Buchprojekt, das wissenschaftliche Evidenz mit zugänglicher Sprache verbindet. Im Zentrum steht die Frage, wie fundierte Kritik am bestehenden Wirtschaftssystem kommuniziert werden kann, ohne in bekannte politische Lager zu verfallen und wie Texte so gestaltet werden können, dass sie Menschen nicht nur informieren, sondern im besten Fall auch zum Weiterdenken anregen. Mein Buch „Eat. Sleep. Work. Die? Wirtschaft neu verstehen: Nur wer die Regeln kennt, kann das Spiel upgraden“ (oekom, 2025) bewegt sich bewusst an den Schnittstellen von Ökonomie, Nachhaltigkeitsforschung, Psychologie, Soziologie, Gesundheitswissenschaften und Systemdenken. Die hier formulierten Erkenntnisse basieren nicht auf einer formalen quantitativen Analyse des Buchprojekts, sondern auf fortlaufender Selbstreflexion, qualitativem Feedback aus Expert:innen-Reviews, Gesprächen mit Leser:innen sowie Erfahrungen aus der praktischen Vermittlung der Inhalte. Aus dieser Perspektive lassen sich drei zentrale Zugänge identifizieren, die sich im Projekt als hilfreich erwiesen haben: die Darstellung verschiedener Lösungswege statt einer einzigen ideologischen Antwort, das bewusste Brückenbauen über geteilte Werte sowie die kontinuierliche Übersetzungsarbeit zwischen wissenschaftlichem Diskurs und öffentlicher Debatte. Besondere Aufmerksamkeit galt zudem der Frage, wie persönliche Haltung, emotionale Betroffenheit und wissenschaftliche Sorgfalt miteinander integriert werden können.
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